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Wie schreibt man ein Buch und findet einen Verlag? (Monika Andrae)

drummer


Monika Andrae ist Fotografin und hat bereits mehrere Fachbücher im dpunkt-Verlag veröffentlicht. Im Gespräch erläutert sie, worauf es beim Schreiben des Buchs und der Vermarktung ankommt.

Einen Verlag finden

Als Autor hat man bei einem Verlag vor allem dann eine Chance, wenn man bereits eine Marke für sich und sein Thema aufgebaut hat. Wenn es eine Community gibt, die einen schon kennt und schätzt.

Dann kann es gut sein, dass ein Verlag von sich aus auf einen zukommt und vorschlägt, ein Buch zu schreiben.

Monika empfiehlt also, bereits vor dem Schreiben des Buchs (online) sichtbar zu werden, ein Thema zu besetzen, Kompetenz zu zeigen und die Community zu unterstützen.

Den Inhalt strukturieren

Am Anfang eines Buchs steht die Überlegung: Was möchte ich eigentlich sagen? Dafür hilft es sehr, eine strukturierte Übersicht der Inhalte zu erstellen, beispielsweise mit Hilfe einer Mindmap.

Diese Struktur kann man auch sehr gut für erste Gespräche mit dem Verlag verwenden.

Der Vertrag mit dem Verlag

Im Vertrag wird festgelegt, wann das Buch fertig sein soll, welchen Umfang es hat, ob das Layout vom Autor oder dem Verlag übernommen wird und welches Abgabeformat verwendet werden soll.

Wichtig sind die Festlegungen über die Rechte, beispielsweise zur Zweitverwertung.

Monika empfiehlt, den Vertrag gut zu prüfen, bevor er unterschrieben wird. Denn es handelt sich in der Regel um einen Standard-Vertrag, der nicht für jeden Einzelfall passend ist.

Manche Inhalte des Vertrag sind unverhandelbar, andere Festlegungen dagegen können angepasst werden.

Autorenhonorar

Von Schreiben eines Buchs wird man nicht reich. Wichtiger als das Geld sind Dinge wie Spaß an der Sache und der Aufbau eines Experten-Status.

Jeder Autor, der in einem renommierten Verlag publiziert, wird von der Fachwelt als Experte wahrgenommen und kann so eigene Vorträge etc. besser vermarkten.

Aufwand

Ein Fachbuch hat ca. 40.000 Wörter. Wenn man von einer Schreibleistung von ca. 1.000 Wörtern pro Tag ausgeht, beträgt der Schreibaufwand ca. 40 Arbeitstage.

Dazu kommt noch einmal ein Aufwand in ähnlicher Höhe, um die Inhalte vorab überhaupt erst einmal zu erarbeiten.

Jeder, der plant, ein Buch zu schreiben, sollte am besten regelmäßig Texte verfassen, zum Beispiel für einen Blog.

Durchhaltevermögen

Neben der inhaltlichen Struktur hilft eine Schreibsoftware, wie zum Beispiel Scribener. Sie dient als Projektmanagment- Werkzeug, um die tägliche Schreibleistung sicherzustellen. Die Texte werden ebenfalls in dieser Software erfasst und nach Fertigstellung des Inhalts im gewünschten Format exportiert.

Unterstützung durch den Verlag

Der Verlagslektor unterstützt den Autor dabei, das Buch so zu erstellen, dass es vom Leser verstanden wird und einen roten Faden hat. Dafür ist es sinnvoll, bereits sehr früh ein Probekapitel gegenlesen zu lassen, um frühzeitig Unterstützungsbedarf erkennen zu können.

Nach Fertigstellung des gesamten Texts erfolgt ein Feintuning und eine Rechtschreibprüfung durch das Korrektorat. Anschließend wird ein Probelayout erstellt und der Autor erhält die Satzfahne zur Korrektur.

Unser Vorschlag an die Leser / Hörer

Nehmt Euch einen Stift und ein Blatt Papier und schreibt einen Brief an einen Menschen, der euch wichtig ist.

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